An den Baum gefahren?
Warum Sparring in der Insolvenz überlebenswichtig ist.
Manchmal fühlt sich eine Insolvenz an wie ein Aufprall gegen einen Baum.
Plötzlich steht alles still. Orientierungslosigkeit. Kontrollverlust. Angst.
Nicht nur für das Unternehmen – sondern vor allem für die Menschen darin.
Führungskräfte und Mitarbeitende stehen in dieser Phase vor Fragen, die weit über Zahlen hinausgehen:
-
Wie gehe ich mit Konflikten um, wenn alle unter Druck stehen?
-
Wie kommuniziere ich ehrlich, ohne zusätzliche Panik auszulösen?
-
Wer trifft jetzt eigentlich Entscheidungen – und was ist noch meine Rolle?
-
Was wird aus mir persönlich?
In dieser Situation reicht Fachwissen allein nicht mehr aus.
Was es jetzt braucht, ist Sparring.
Sparring bedeutet: nicht allein denken müssen
In der Insolvenz ist man oft gefangen zwischen Erwartungen, Emotionen und Unsicherheit.
Ein Sparringspartner schafft einen geschützten Raum, um:
-
Gedanken zu sortieren
-
Entscheidungen zu reflektieren
-
Konflikte vorzubereiten statt zu eskalieren
-
die eigene Rolle neu zu definieren
Gerade wenn man keine Entscheidungsbefugnis mehr hat, ist Klarheit entscheidend:
Was kann ich beeinflussen?
Wo muss ich loslassen?
Wie bleibe ich handlungsfähig?
Mitarbeiterkommunikation: zwischen Ehrlichkeit und Stabilität
Mitarbeitende spüren sofort, wenn etwas nicht stimmt.
Schweigen erzeugt Gerüchte.
Unklare Aussagen erzeugen Angst.
Sparring hilft, die richtigen Worte zu finden:
-
transparent
-
respektvoll
-
ohne falsche Versprechen
-
aber mit Haltung und Orientierung
Führung in der Krise heißt nicht, alles zu wissen – sondern präsent zu bleiben.
„Was wird aus mir?“
Diese Frage stellen sich viele – nur sprechen sie sie selten laut aus.
Insolvenz ist nicht nur ein unternehmerischer Einschnitt, sondern auch ein persönlicher:
-
Identität
-
Selbstwert
-
Zukunftspläne
Ein Sparringspartner hilft, diese Fragen nicht wegzudrücken, sondern konstruktiv zu bearbeiten.
Nicht im Modus „Überleben“, sondern im Modus „Gestalten“.
Fazit
Wenn man gegen den Baum gefahren ist, braucht man keinen Beifahrer, der schweigt.
Man braucht jemanden, der hilft:
-
wieder klar zu sehen
-
Verantwortung einzuordnen
-
Konflikte souverän zu führen
-
und den eigenen Weg neu zu justieren
Sparring ist kein Luxus in der Insolvenz.
Es ist ein Überlebenswerkzeug – menschlich wie unternehmerisch.
Denn Krise entscheidet nicht nur über das Unternehmen.
Sie entscheidet auch darüber, wie wir als Führungskräfte und Menschen daraus hervorgehen.




